„Novellierung des Hochschulstatistikgesetzes“- hä?

20.04.2017

Am 4.April 2017 ging eine Mail vom Studierendensekretariat rum, in der darum gebeten wurde, persönliche Daten im Prüfungsportal zu aktualisieren. Dabei wurde sich auf die Novellierung des Hochschulstatistikgesetzes berufen. Falls ihr euch gefragt habt, was es damit auf sich hat, ist kurz erklärt.
2016 kam eine neue Version eines Gesetzes, dass es Universitäten vorschreibt, die Daten zum Studienverlauf (also wie viele Semester, Prüfungsstand, Leistungen etc.) pseudonymisiert pro Semester an das Bundesamt für Statistik weiterzugeben. Der Gedanke dahinter ist, dass man so besser nachvollziehen können soll, wieso Menschen ihr Studium abbrechen, wer das vor Allem tut, und so weiter. Dabei heißt es, nur so könne man das Studieren optimieren. Daran wurde natürlich Kritik geübt, denn Faktoren wie finanzieller Stand von Studis, soziale Gründe langsamer zu studieren etc. sind nicht in der Statistik drin. Klar bleibt für euch dennoch, dass die Daten unter Pseudonymen weitergegeben werden und 12 Jahre gespeichert werden können. Wir hoffen, dass hiermit eure Fragezeichen diesbezüglich etwas kleiner geworden sind. Mehr zum Thema findet sich z.B. hier: http://www.zeit.de/studium/hochschule/2016-01/universitaeten-daten-sammeln-angst-studenten

Fragen?

Sara Klamann (kommissarisch)

Hochschulpolitik / University Policy

In diesem Bereich geht es um hochschulpolitische Fragen und Aktionsbereiche: auf universitärer, landes- und bundesweiter Ebene. So kann es mal um das Verhindern von Verwaltungsgebühren gehen, aber auch darum, die Qualität von Studium und Lehre verbessern. Um Veränderungen erwirken zu können, braucht es außerdem (über-) regionale Vernetzung und immer mal wieder den Blick ins Landeshochschulgesetz oder in die universitären Gremien wie der akademische Senat oder das Konzil.