Online-Nachhaltigkeitswoche 2020

03.06.2020

Inwieweit belastet unsere Art zu essen das Klima? Wie können wir unseren Alltag verändern, um unsere Zukunft nachhaltig zu gestalten? Und welche Rolle wird der deutschen Industrie und Politik zuteil?

Diesen Fragen und natürlich auch vielen weiteren Themen wollen wir uns im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche der Universität Rostock widmen und vielfältig Antwort bieten. Denn dieses Jahr möchten wir uns vom 03. bis 10. Juni mit klimafreundlichen Konzepten beschäftigen, gemeinsam Neues lernen, Filme schauen und miteinander in Diskurs treten. Dazu haben der AStA Rostock, die Heinrich-Böll-Stiftung, Renn.nord und viele andere engagierte Gruppen in Rostock alles daran gesetzt, dass die diesjährige Nachhaltigkeitswoche aufgrund der aktuellen Situation zum allerersten Mal fast ausschließlich digital stattfinden kann.

Programm:

Die deutsche Automobilindustrie war schon vor der Corona-Pandemie unter Druck, der Dieselskandal kostet einigen HerstellerInnen im Nachhinein Milliarden von Euro und das gute Image. Die Antriebswende haben VW & Co. erst verlacht, dann verschlafen und suchen nun teuer den Anschluss an Technologie und Märkte. In der Veranstaltung werden die drei großen Trends für Automobilität beleuchtet: Elektromobilität, Vernetzung/Sharing und automatisiertes/autonomes Fahren. Wir fragen uns nach deren Nutzen für Klimaschutz, für bessere Mobilität mit weniger Verkehr. Wir fragen danach, was es für den ökologischen Umbau der Schlüsselindustrie braucht: Was müssen Fachkräfte können, wie werden sie qualifiziert? Wie kann die industrielle Wertschöpfung in Deutschland und Europa gesichert werden?
Ort: Zoom. Bitte meldet Euch bis zum 02.06.2020 über die Seite der Böll-Stiftung an, wenn ihr teilnehmen möchtet: https://calendar.boell.de/de/event/ich-finds-ja-wichtig-aber-wie-solls-gehen-strategien-und-loesungen-fuer-nachhaltige-0

 

SDG 13 – Sofortmaßnahmen ergreifen, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen.
Film & Gespräch mit Kurt Langbein, Regisseur und Arndt Müller, Vernetzungsstelle Schulverpflegung MV (kostenloser Link des Films 48h vorher verfügbar)
Für den Film „Anders essen – Das Experiment“ wird erstmals ein Acker mit genau jenen Getreiden, Gemüsen, Früchten, Ölsaaten und Gräsern bepflanzt, die pro Person auf unseren Tellern landen – und die die Industrie u. a. zu Futtermitteln für Tiere verarbeitet. Es entsteht ein Feld von 4.400 m2 Größe, die Fläche eines kleinen Fußballfeldes, das der oder die „durchschnittliche“ Bürger/in benötigt. Zwei Drittel davon liegen im Ausland. Insgesamt verbrauchen wir doppelt so viel, wie uns eigentlich zusteht. Lässt sich daran etwas ändern? Drei Familien wagen sich in den Selbstversuch. Sie beginnen, regional einzukaufen und entdecken das Kochen neu. Das Ergebnis überrascht. Anders essen verändert tatsächlich unseren Landverbrauch und die CO2-Last. Ein Experiment, das Mut macht.
Ort: Meldet Euch bei der Böll-Stiftung für das Digital-Kino an (post@boell-mv.de) und ihr bekommt das Passwort für den Film zugeschickt. Damit könnt ihr den Film im Zeitraum vom Mo, 1. Juni – Mi, 3. Juni anschauen. Der Eintritt ist natürlich frei. Am 4. Juni findet das Filmgespräch mit Regisseur Kurt Langbein statt. Den Zoom-Link erhaltet ihr gemeinsam mit dem Passwort.

 

SDG 2 – Ernährung sichern – den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
Du möchtest wissen was es mit „positiver Fußabdruck“, „technischen und biologischen Kreisläufen“, oder der „cleveren Ameisen“ auf sich hat? Dann mach mit bei unserer Stadtrally (Dauer ca. 1,5 Stunde), beantworte interessante Fragen und lerne so das spannende Cradle to Cradle Konzept (besser) kennen. Bei einer gemeinsamen Auswertung lösen wir auf, beantworten Fragen und wollen über die Umsetzbarkeit des Konzepts diskutieren. 
So funktioniert es: Ladet euch ab dem 5.6. unter https://c2c-ev.de/rostock/ ein PDF mit Route und Fragen herunter. Ihr habt drei Tage Zeit uns bis zum 8.6., 12 Uhr ein Foto eures Lösungsblattes an rostock.rg@c2c-ev.de zu senden. Wir schicken euch dann den Link zur gemeinsamen Auswertung am 8.6. um 18.30 Uhr zu, bei der es attraktive Cradle to Cradle Preise zu gewinnen gibt.

 

SDG 12 – Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen – nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
Unter dem Motto „Nach dem Abschuss der Schnappschuss – Silvestermüll an Rostocks Ufern im Fokus“ hatte der offene Rostocker Meeresmüllstammtisch zum Jahreswechsel 2019/20 zu einem Fotowettbewerb aufgerufen.
Eindrucksvolle Fotos wurden eingereicht und beleuchten das Problem von Silvestermüll an Warnow, Strand & Ostsee. Viele Menschen bestaunen das bunte Feuerwerk. Doch was bleibt davon zurück? Der offene Rostocker Meeresmüllstammtisch hat in Kooperation mit NABU Mittleres Mecklenburg e.V. und RENN.nord eine Fotoausstellung für die Öffentlichkeit zusammengestellt. 
In Schaufenstern in der Innenstadt und in der KTV sind die Poster ab 5. Juni (Weltumwelttag) zu besichtigen. Alle Standorte der Poster findet ihr unter www.rostocker-meeresmüll.de

 

SDG 14 – Bewahrung und nachhaltige Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen

In Deutschland werden viele Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum entsorgt, obwohl sie eigentlich noch genießbar sind. Doch wie lange sind Lebensmittel über das MHD haltbar & worauf sollte man achten? Passend zum Thema bereiten wir gerettete und „abgelaufene“ Lebensmittel in einem schmackhaften Menu zu und geben euch Tipps und Tricks für den Verzehr von Lebensmitteln über dem MHD. Du hast Bock mitzumachen und deine eigenen Kreationen zu teilen? Dann schick uns gerne dein Rezept (vielleicht ja sogar mit Foto) an nachhaltigkeit.asta@uni-rostock.de oder nutze den Hastag #NHWstattMHD auf Instagram – bei genug Einsendungen planen wir eine kleine Rezeptsammlung zu veröffentlichen!

Das Video könnt ihr ab 12 Uhr hier sehen:


SDG 12 – Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen: nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Kleidung tragen und die Modeindustrie revolutionieren. Klingt zu einfach? Daniela Wawrzyniak arbeitet mit Fairtrade und Femnet zusammen, hat bereits ihr eigenes Fair Fashion Label gegründet und nimmt uns mit auf eine Reise zu den Grundsätzen von Fair Fashion. Ihr erhaltet viele praktische Infos für euren Alltag und könnt Daniela natürlich auch mit all euren Fragen löchern. #pushfairtrade #fairtraderostock

 

SDG 8 – Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle – dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
Bei der gemeinsamen Auswertung lösen wir auf, beantworten Fragen und wollen über die Umsetzbarkeit des Konzepts von Cradle to Cradle diskutieren. 
Ort: Zoom. Alle Teilnehmende der Stadtrallye bekommt den Link per Mail zugesandt.

 


SDG 12 – Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen: nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
Liebe Interessierte,
aufgrund von kurzfristigen personellen Einschränkungen können die Führungen am 9.6. nicht stattfinden. Diese werden aber zeitnah nachgeholt. Eure Anmeldung bleibt erstmal gespeichert. Beim nächsten Termin haben die aktuell Angemeldeten erstmal Vorrang.
Wir möchten uns für die Unannehmlichkeit entschuldigen und hoffen auf euer zukünftiges Interesse!
So nah und doch so unbekannt: der Botanische Garten der Universität Rostock. Sicher habt ihr schon einges über ihn gehört und euch immer mal vorgenommen ihn (wieder) zu besuchen. Dazu bekommt ihr jetzt in der NHW die Chance! Wir möchten euch 45-minütige Führungen anbieten, in denen ihr den Garten und seine fünf verschiedenen Biotopanlagen besser kennenlernen könnt. Interessante Fakten über die eine oder andere Pflanze gibt es natürlich auch dazu. Die Führungen starten um 11 Uhr, 14 Uhr und 17 Uhr. Meldet euch dann unter nachhaltigkeit.asta@uni-rostock.de an.
Die Gruppengrößen sind auf 10 Leute beschränkt, es gilt Maskenpflicht und ein Abstandsgebot von 1,5m. Außerdem werden wir Anmeldelisten führen, um eventuelle Infektionsketten nachweisen zu können. Alles umständlich, aber eure Sicherheit geht vor!
Ort: Botanischer Garten

 

SDG 15 – Landökosysteme schützen – Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen
Elf Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jedes Jahr als Abfall entsorgt. Im Webinar untersuchen wir, wie industrielle Produktionsweisen diesen Trend beeinflussen und beleuchten u. a. den Zusammenhang zwischen niedrigen Lebensmittelpreisen und globalen Folgen für Menschen und Umwelt. Gleichzeitig erkunden wir auch Handlungsalternativen für eine nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln in der Region und lernen Konzepte wie »Food Coop«, »Foodsharing« und »Solidarische Landwirtschaft« kennen.

 

SDG 2 – Ernährung sichern: den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
‚SporthandeltFair‘ steht für mehr globale Gerechtigkeit im Sport. In der bundesweiten Kampagne versammeln sich NGOs, Sportvereine, Verbände und Kommunen, die sich aktiv für die Themen Sport, Fairer Handel und Nachhaltigkeit einsetzen. Die Gründe: Weniger als 1% der weltweit gehandelten Sportartikel stammen aus fairer Produktion und aktuelle Sportevents haben allzu häufig fatale CO² – Bilanzen. Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und negative Umweltauswirkungen sind leider vielfach die Norm.
Wir erwärmen uns bei diesem Event mit einem knackigen Rundumblick zu #sporthandeltfair, tanken Energie bei einem frisch produzierten Kurzfilm zu Fairen Bällen und im Anschluss heizt uns ein Quizmaster so richtig ein. Und ja klar, faire Preise gibt es natürlich auch zu gewinnen. #sporthandeltfair #fairtraderostock #faireBälle #fairplayfairpay #fitforfair
Referenten: Michael Jopp, Rico Noack

 

SDG 8 – Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle – dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
Viele Menschen in ländlichen Gebieten sind auf ein eigenes Auto angewiesen. In manchen Gegenden wird der öffentliche Nahverkehr auf dem Land noch immer ausgedünnt. Wer dort jedoch z.B. altersbedingt keinen PKW steuern kann, ist auf andere angewiesen – oder muss zu Hause bleiben. Mit welchen Strategien und Ansätzen sind Teilhabe und Grundversorgung in ländlichen Regionen möglich? In welchen Regionen ist eine flächendeckende Versorgung mit dem ÖPNV vorhanden? Was genau wird dafür benötigt? Wie steht es um den Ausbau der Elektromobilität in ländlichen Regionen? Man hört, dass die Bedingungen teilweise besser sind als in der Stadt, Stichwort Solarpanel und Wallbox, – sind strukturelle Effekte erkennbar?
Ort: Zoom. Bitte meldet Euch bis zum 09.06.2020 über die Seite der Böll-Stiftung unter https://calendar.boell.de/de/event/ich-finds-ja-wichtig-aber-wie-solls-gehen-4-laendliche-raeume an, wenn ihr teilnehmen möchtet.

 

SDG 9 – Widerstandsfähige Infrastruktur und nachhaltige Industrialisierung: eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen