Festival Contre Le Racisme

Vom 07.06. – 18.06.2021 veranstaltet der AStA der Uni Rostock in Zusammenarbeit mit der HMT ein Online-Antirassismus-Festival. Das „Festival Contre Le Racisme“ (FCLR)! Das Festival kommt ursprünglich aus Frankreich und findet seit 2003 jährlich auch an Hochschulen in Deutschland statt und dieses Jahr auch wieder in Rostock! Wir haben über zwei Wochen hinweg spannende Vorträge, Workshops, Musik und kulturelle Beiträge für euch organisiert. Aufgrund der Corona-Beschränkungen findet das Festival dieses Jahr in digitaler Form statt. Wie wir im letzten Jahr noch mal sehr deutlich mitbekommen haben, sind Rassismus und Diskriminierung keine Einzelfälle und gehen uns alle etwas an. Wir möchten mit dem Festival darauf aufmerksam machen und Hintergründe und Handlungsstrategien vermitteln. Das Festival soll dazu dienen Fragen zu beantworten, Wissen zu festigen und neue Konzepte für einen rassismuskritischen Alltag zu lernen, damit wir gemeinsam zu einer offeneren Gesellschaft beitragen.

Seid ihr neugierig was euch für interessante Beiträge erwarten? Dann schaut gerne auf der AStA Seite und unseren Social Media Kanälen vorbei! Wir freuen uns auf euch!

Programm 

Montag, 07. Juni, 17:00 – 21:00 Uhr

„Projekttag A – Das geht uns alle an“
Ein Projekttag zu Diskriminierung, von Rassismus betroffenen Menschen und couragiertem Handeln

Mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC)
Anmeldung per E-Mail für den Workshop an soziales.asta@uni-rostock.de

Dienstag, 08. Juni, 19:00 – 20:30 Uhr

Entstehung des Rassismus. Fragen und Antworten.
Mit Josephine Apraku

“Ohne eine Betrachtung der Entstehungsgeschichte von Rassismus ist nicht

nachvollziehbar, wie rassistische Diskriminierung heute funktioniert.

Schon deshalb müssen wir, die gegen Rassismus kämpfen, im Kleinen wie im

Großen, uns mit der deutschen Kolonialgeschichte befassen.” – Josephine Apraku für Edition F

Zugang zur Veranstaltung:

https://uni-rostock-de.zoom.us/j/64743659010?pwd=b3M4ZkUxQTdaZE9IYzQycGRyKzRwQT09

Kenncode: 280993
Meeting-ID: 647 4365 9010

Mittwoch, 09. Juni, 15:00 – 16:30 Uhr

Antimuslimischer Rassismus in den Medien
Mit Khola Maryam Hübsch

Unsere Wahrnehmung von der Welt wird maßgeblich durch Darstellungen in den Medien beeinflusst. Dabei spielt das Framing der Themen eine wichtige Rolle. Am Beispiel des Islam lässt sich erkennen, dass Framing einen signifikanten Einfluss auf die Beurteilung von Themenbereichen hat. Denn häufig werden im Zusammenhang mit dem Islam Themenfelder wie Ehrenmorde, Zwangsheirat, Kopftuchzwang und die Stellung der Frau angesprochen. Wie aber wird die muslimische Frau in den Medien dargestellt? Und welche Wahrnehmung des Islam wird dadurch forciert?

Zugang zur Veranstaltung

https://uni-rostock-de.zoom.us/j/65843441086

Meeting-ID: 658 4344 1086

Donnerstag, 10. Juni, 16:00 – 17:30 Uhr

Was tun gegen Diskriminierung?
Mit Tuğba Uyanık

In diesem Online Seminar sollen insbesondere Betroffene über ihre Rechte aufgeklärt werden. Wer über seine/ihre Rechte Bescheid weiß, kann auch dementsprechend handeln und aus der zwangsläufig entstehenden Ohnmachtsituation herauskommen. Dabei wird es neben einer allgemeinen Einführung in das Antidiskriminierungsrecht mit praktischen Tipps und Hilfestellungen insbesondere um Diskriminierungen in der juristischen Laufbahn für kopftuchtragende Frauen gehen. Neutralitätsgesetze gibt es in vielen Bundesländern und mittlerweile auch auf Bundesebene, sodass bei vielen Betroffenen Unsicherheiten herrschen. Im Vortrag mit anschließender Fragerunde sollen Betroffene mit Wissen gestärkt ihren weiteren juristischen Weg gehen können.

Zugang zur Veranstaltung

https://uni-rostock-de.zoom.us/j/64383560029

Meeting-ID: 643 8356 0029

Freitag, 11. Juni, 12:00 – 13:00 Uhr
White Allyship: Keine Selbstbeschreibung, sondern Handeln
Mit Jule Bönkost

In rassismuskritischen Kreisen in Deutschland ist seit Kurzem immer häufiger von „Allyship“ die Rede, wenn es um das Handeln weißer Menschen gegen Rassismus geht. Der Vortrag thematisiert, was einen weißen Ally ausmacht und diskutiert Grundannahmen des politischen Konzeptes Allyship, das ursprünglich aus den USA stammt und gar nicht so neu ist, wie es in Deutschland scheinen mag.

Referentin: Dr.in Jule Bönkost, Amerikanistin und Kulturwissenschaftlerin, IDB | Institut für diskriminierungsfreie Bildung

Zugang zur Veranstaltung

https://uni-rostock-de.zoom.us/j/63726009594?pwd=ZUNnc2xMVXcwbFNRTzJRWmlvYUZKQT09

Meeting-ID: 637 2600 9594
Kenncode: 983749

Freitagabend
Kulturprogramm durch die HMT

Zweite Woche: 14-18.06.2021
Dienstag, 15. Juni, 17:00 – 18:00 Uhr

Sprache. Macht. Rassismus
Mit Sami Omar

Alle Rassismus-Fragen sind Macht-Fragen. In diesem Vortrag blicken wir auf Sprache als eines der Medien, die Rassismus kommunizieren und bedingen. Wir wagen einen Blick hinter die gängigen Debatten um Wörter, die man angeblich nicht mehr sagen und fragen nach der Bedeutung kolonialer Geschichte für sie.

Alle Teilnehmenden sind zum Gespräch eingeladen.

Sami Omar

Der Autor und Moderator Sami Omar schreibt und arbeitet zu den Themen Migration, Integration, Rassismus und Diskriminierung für Print und Online-Medien. Er tritt als Referent zu diesen Themen auf, schult in Rassismus-Fragen und moderiert Veranstaltungen aus Politik und Kultur. Sami Omar ist Kampagnenreferent und Mitarbeiter eines Fachdienstes für Integration und Migration.

Als Sprecher wird Omar für Radioproduktionen und Lesungen gebucht.

Als gelernter Logopäde schulte er lange Menschen in Sprechberufen und arbeitete in neurologischen Kliniken. 2018 erschien sein drittes Buch „Sami und die liebe Heimat – 18 Artikel gegen Gleichgültigkeit und Rassismus“.​

Zugang zur Veranstaltung

https://uni-rostock-de.zoom.us/j/68682203181?pwd=SzMrWElQTDhLcmtyMzdLNUlRM203QT09

Meeting-ID: 686 8220 3181

Kenncode: 913462

Mittwoch, 16. Juni, 17:00 – 18:00 Uhr

Rassismus im Alltag und was man dagegen tun kann Melisa Salazar

Rassismus – auch auf der institutionellen Ebene – wird seit der medialen Aufmerksamkeit auf den Mord an George Floyd im Mai 2020 als eine echte, nicht zu unterschätzende Realität von einer scheinbar breiteren Gruppe der Gesellschaft als je zuvor anerkannt. Die offensichtliche, unmittelbar brutale Gewalt dieser Situation hat viele Menschen schockiert und auch dazu bewegt, sich (mehr) mit dem Thema zu beschäftigen. Im Gegensatz zu diesem Mord ist Alltagsrassismus viel weniger sichtbar, kommt aber umso häufiger vor. Gleichzeitig entwickeln sich durch Fälle des Alltagsrassismus nicht zu unterschätzende, manchmal gravierende Folgen.

Nach einer kurzen Einführung in das Themenfeld Diskriminierung, Rassismus und Intersektionalität, geht es in diesem Vortrag um die Fragen: Was ist Alltagsrassismus? Was sind Formen von Alltagsrassismus? Was sind einige Handlungsoptionen, um dagegen zu handeln?

Zugang zur Veranstaltung:

https://uni-rostock-de.zoom.us/j/62987256089?pwd=L3RkK0NTeE0rOUtpMkw3aVRQS3Aydz09

Meeting-ID: 629 8725 6089
Kenncode: 461997

Freitag, 18. Juni, 18:00 Uhr
Kulturprogramm durch die HMT