Max Liebermanns Bild ‘Der zwölfjährige Jesus im Tempel’ und der Berliner Antisemitismusstreit 1879

29.04.2021

Auf der Ersten Internationalen Kunstausstellung in München im Jahr 1879 löst das Bild ‘Der zwölfjährige Jesus im Tempel’ von Max Liebermann einen Skandal aus. Es wird ihm vorgeworfen, den Heiland der Christen als hässlichen Juden-Jungen darzustellen. Das Gemälde wird als Blasphemie empfunden. Liebermann selber zieht es zurück, malt es neu. Jetzt ist Jesus blond, hat eine aufrechte Haltung und Sandalen an den Füßen. Im selben Jahr 1879 spitzt sich der durch den Gründerkrach befeuerte neue Antisemitismus zu. In Ber- lin können sich die liberalen Kräfte um Theodor Mommsen noch durchsetzengegen Heinrich von Treitschke, der die von den Studentenverbindungen an die Universitäten getragene Antisemitismus-Petition unterstützt. Doch Treitsch- kes Diktum: ‘Die Juden sind unser Unglück!’, wirkt nach. – Am Ende seines Lebens, 1935, wird es Max Liebermann schmerzlich bewußt, sich dem Traum der Assimilation hinzugeben, war ein Trugbild.
Anmeldung: je nach aktuellen Corona-Maßnahmen Aktuelle Informationen unter: www.max-samuel-haus.de

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2021 wird bundesweit das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ begangen. Auch für Rostock wurde ein vielfältiges Programm mit ca. 40 Veranstaltungen, die über das ganze Kalenderjahr hinweg stattfinden werden, von unterschiedlichen Beteiligten organisiert.

Das Festjahr in Rostock wird durch das Historische Institut der Universität und den Verein Bunt statt braun e.V. koordiniert. Die Vorbereitungen des Festjahres in Rostock werden gefördert durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, die Partnerschaft für Demokratie der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie dem Studierendenrat der Universität Rostock. Initiiert, koordiniert und gefördert wird das Festjahr bundesweit von dem Verein 321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. aus Köln.

Aufgrund der bekannten Corona-Situation kann es auch kurzfristig zu Änderungen kommen.
Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie auf der Homepage zum Jahresprogramm www.1700.max-samuel-haus.de, über die Social Media Kanäle des Festjahres in Rostock oder ebenso über die Homepages der jeweiligen Veranstalter:innen.
Aufgrund der bekannten Corona-Situation kann es auch kurzfristig zu Änderungen kommen.

Facebook: https://www.facebook.com/1700JJLDhro2021/
Instagram: https://www.instagram.com/1700jjld_hro2021/
Mail: 1700@buntstattbraun.de

Posted by anonym on in